Rückblick 2015 2017-04-16T18:24:11+00:00

RÜCKBLICK 2015

Insgesamt 250 Besucherinnen und Besucher kamen zu ersten RADKOMM – Kölner Forum Radverkehr am 20. Juni 2015. Unter dem Motto:”Radfahren macht reich – wieso die Bürger gewinnen, weshalb der Handel floriert und warum davon die ganze Stadt profitiert” diskutierten interessierte Bürger, Vertreter der Rad-Initiativen Kölns, Politiker und Vertreter der Stadtverwaltung auf Augenhöhe über die Vorteile der bevorstehenden Verkehrswende und die Schaffung einer neuen Radkultur in Köln. Im Abschluss-Panel stellten sich die beiden unabhängigen OB-Kandidaten Henriette Reker und Marcel Hövelmann den Fragen des Publikums. Die erste RADKOMM war deshalb auch ein Meilenstein für den Dialog der Akteure.

Hier einige Stimmen zur RADKOMM:

Arndt Klocke, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN:
“ein hochinformativer, gutbesuchter fahrradpolitischer Kongress”.

“Die RADKOMM war ein fahrradpolitischer Meilenstein für Köln”
so der Vorsitzende des ADFC Köln, Joachim Schalke.

“Wir wollten die Kölner Akteure noch mehrverknüpfen. Ich glaube, das haben wir geschafft. Ich war begeistert, wie konstruktiv und kreativ die Menschen mitgedacht haben und Ihre Stadt menschen- und fahrrad-FREUNDlich gestalten wollen. Die RADKOMMkommt wieder.”
Ute Symanski, Schirmherrin und Ratsfrau für DEINE FREUNDE.

In Vorträgen, Panels und Workshops haben wir gezeigt, warum eine funktionierende Rad-Infrastruktur einer Stadt mehr Einnahmen beschert als sie kostet. Wie der Einzelhandel von der radgerechten Stadt profitiert. Und was die Bürger davon haben. Auf der RADKOMM wurden Konzepte für den ökonomischen wie kulturellen Reichtum entwickelt, der aus einer klugen städtischen Verkehrspolitik resultiert: Weg von der autogerechten und hin zur fahrrad- und fußgängerfreundlichen Stadt. Mit Referenten, Künstlern und Aktivisten aus Städten, die es besser machen als die Gastgeberstadt Köln.

 

DIE VORTRÄGE

MENSCHEN GEHEN EINKAUFEN – NICHT AUTOS!

Martin Randelhoff vom Blog Zukunft Mobilität im Gesprächmit Tanja Busse

“Radfahrer leben länger, sind glücklicher und bereichern die Gesellschaft – die Stadt wird schöner und leiser und hat bessere Luft, Kinder können draußen wieder sicherer spielen.”

So beschreibt Martin Randelhoff, Verkehrswissenschaftler und Betreiber des mehrfach prämierten Blog Zukunft Mobilität (u.a. Grimme Online Award), die Vorteile einer radgerechten Stadt. Doch wie stellt man das an? Randelhoff setzt auf Kommunikation und kluge Vorbilder – wenn der oder die OB den politischen Willen zur Verkehrswende erkennen ließe, sei es auch wahrscheinlicher, dass die Verwaltung mitzieht. Gleichzeitig müsse der Mobilitätswandel auch von der Bevölkerung eingefordert werden, wie das in den 70er-Jahren in den Niederlanden geschehen sei.

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MÜNCHEN IST SCHÖN, BEIM RADELN NOCH SCHÖNER!

Die Initiative “Radlhauptstadt München”
Wigand von Sassen, Projektleiter der Initiative

Zu einem ganzheitlichen Ansatz erfolgreicher Radverkehrsförderung zählen neben dem Ausbau der Infrastruktur auch weiche Maßnahmen wie Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Daher startete die Landeshauptstadt München 2010 die Radlhauptstadt-Kampagne.

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SCHLAUE KOMMUNEN SETZEN AUF DEN RADVERKEHR

Ass.Prof. Dr. Michael Meschik,
Institut für Verkehrswesen der Universität für Bodenkultur in Wien

Zu Fuß gegangen und Rad gefahren wird in unterschiedlichem Ausmaß, oft obwohl wenig in diese Verkehrsarten investiert wird. Dabei wäre der Radverkehr ideal dazu geeignet, städtische Verkehrsprobleme lösen zu helfen: Neben geringen Umweltauswirkungen verringert Radverkehr die Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen.

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DIE WORKSHOPS

DEN RADVERKEHR ZUM THEMA MACHEN UND DIE KÖLNER AUF‘S RAD LOCKEN

Wigand von Sassen

Tue Gutes und rede darüber, das gilt auch für die Radverkehrsförderung einer Stadt. Aber wie macht man das Radfahren zum Thema? Und wie spricht man welche Zielgruppe am besten an?
Sollte eine Stadt nicht lieber in neue Radwege investieren als in eine Kommunikationskampagne?

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SCHLAUE KOMMUNEN SETZEN AUF DEN RADVERKEHR

Ass.Prof. Dr. Michael Meschik

Radverkehr ist ideal dazu geeignet, städtische Verkehrsprobleme zu lösen: Geringer Flächenbedarf, kaum Umweltbelastungen, positive Gesundheitseffekte und vor allem moderate Investitionskosten helfen Kommunen zu sparen. Städte mit hohem Radverkehrsaufkommen sind lebenswert.

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MINGE WUNSCH FÖR DER ÖMJANGK MET DROHTESSEL EN KÖLLE

Martin Randelhoff

Unsere Wunschliste an OB-Kandidat*innen.
Was wäre wenn? Und welche Wünsche zum Radfahren in Köln hast Du?

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200 TAGE FAHRRADSTADT: AKTIONEN UND INTERVENTIONEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Norbert Krause, Konzeptkunst / Soziodesign

Radverkehrsförderung heißt Fahrradwegebau. Richtig. Nur, was tun in der Zwischenzeit? Denn Fahrradwegebau dauert. Oder, noch schlimmer: Was tun, wenn gar keiner einen Radweg bauen möchte? Norbert Krauses Projekt “200 Tage Fahrradstadt” legt den Fokus auf den Radfahrer, nicht auf den Radweg. Das hat Konsequenzen. Vormachen/ Mitmachen/ Selbermachen nennt der Mönchengladbacher seine Methode mit der er das Fahrrad wieder zum Thema in seiner Heimatstadt gemacht hat. Wie? Das erzählte er uns in seinem Vortrag.

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FAHRRADSTADT KÖLN: ZUR VISUELLEN BESCHLEUNIGUNG EINER BESSEREN ZUKUNFT

Prof. Michael Gais, Kommunikationsdesigner, KISD

Welche visuellen Impulse und Botschaften, können zur Irritation, Diskussion und zum Umdenken anregen? Mit welchen Dialoggruppen müssen wir uns auseinandersetzen? Welche Bedenken und Bedürfnisse bestehen bei den verschiedenen Akteuren und wie kann man im Rahmen einer Kampagne für ein neues Verkehrskonzept damit umgehen? Welche Kommunikationsmedien machen Sinn?

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EINKAUFEN MIT DEM RAD IN EINEM LEBENSWERTEN KÖLN

Carolin Ohlwein und Joachim Schalke (Kölner ADFC Vorsitzender)

Wir widmen uns den Flächen für den Fussgänger, den parkenden und rollenden Radverkehr. Wo parken Fahrräder? Welche Abstellflächen werden zukünftig benötigt?
Wir wollen die zukünftige Flächenverteilung diskutieren. Und: Wie werden die Flächen gestaltet?

WIE BÜNDELN WIR DIE KÖLNER RAD-KRÄFTE?

Moderiert von Dr. Ute Symanski (Ratsgruppe DEINE FREUNDE) & Harald Schuster (Radkomm)

In diesem Workshop wollten wir mit “alten” und neuen Akteuren die Frage diskutieren, wie wir unsere Kräfte noch mehr bündeln können, wie wir noch besser für die gemeinsame Sache aktiv werden und wie wir gemeinsam auf Politik und Verwaltung einwirken können, um ein Umdenken dort weiter zu befördern.

HARDWARE AUF ZWEI RÄDERN

Marcel Belledin, Entwickler

Wer schon immer mit Elektronik/Hardware basteln wollte, bekam in diesem Workshop die Chance, technisch Machbares zu entdecken und selbst zu bauen. Wir haben eine Feinstaub Messstationen gebaut, ein Gerät, um die Lärmbelästigung zu messen und eine Diebstahlsicherung für das Fahrrad entwickelt.

IMPRESSIONEN

Hier einige Bilder von der schönsten, ersten RADKOMM aller Zeiten:

Alle Bilder von: Verena Gorny, verenafotografiert.de